Beweidung

Beweidung von Feucht- und Trockenstandorten

Neben der Mahd ist auch die Beweidung eine wichtige Pflegemaßnahme für Extensivbiotope wie Magerrasen oder Feuchtgrünland. Sie bietet sich vor allem in Steillagen und unwegsamen Gelände an. Die Wahl der Nutztierart sowie die Intensität der Beweidung hängen sehr stark vom Pflegestandort, den aktuellen Wuchsverhältnissen, Bodenart, Exposition und Hangneigung ab. Schafe und Ziegen verdichten den Boden beispielsweise deutlich geringer als Rinder. Gleichzeitig verbeißen sie die Pflanzen wesentlich tiefer als Rinder. Beim Fressverhalten selektieren Schafe stärker bei der Futterwahl; harte, stachelige und schlecht schmeckende Pflanzen werden gemieden. Ziegen hingegen verbeißen nahezu alle Pflanzen einschließlich der Gehölze.

Alte, bodenständige und anspruchslose Nutztierrassen sind besonders für diese Art der Landschaftspflege geeignet. Aber auch Exoten wie Wasserbüffel oder Yaks leisten hervorragende landschaftspflegerische Dienste.

Durch ihr typisches Verhalten, sich in Wasserstellen zu suhlen, schaffen Wasserbüffel kleine Tümpel, welche Amphibien wie z.B. der Gelbbauchunke als Laichgewässer dienen.