Toteiskesselprojekt

Schätze der Eiszeitlandschaft

Die Landschaft um Haag und Wasserburg am Inn wurde durch die letzte Eiszeit geformt. Die abschmelzenden Gletscher hinterließen eine sanft hügelige Landschaft in dessen Senken sich in der Folgezeit Moore und Seen bildeten. An den Moränenhängen entstanden Quellmoore und auf den trockenen Kuppen entwickelten sich durch eine extensive Nutzung blumenreiche Wiesen.

Eine Besonderheit in der Region stellen die so genannten Toteiskessel dar, nur wenige hundert Quadratmeter große, meist oval geformte, abflusslose Senken, häufig mit ausgebildeten Gewässern oder Vermoorungen. Diese Relikte der Eiszeit sind wichtige Lebensräume und Rückzugsorte für seltene, oft bedrohter Tier- und Pflanzenarten und damit von überregionaler bis landesweiter naturschutzfachlicher Bedeutung.

Doch durch Maßnahmen der Flurneuordnung, Aufgabe der traditionellen Mahd oder Verfüllung gingen viele Toteisformen verloren. Die zunehmende Verbuschung und die Aufdüngung aufgrund der intensiven Nutzung der angrenzenden Flächen bedrohen die noch verbliebenen Lebensräume.

Mit dem BayernNetzNatur-Projekt wollen wir die verbliebenen Schätze der Eiszeit bewahren.

Das Projekt

Das BayernNetzNatur-Projekt „Schätze der Eiszeitlandschaft“, mit einer Gesamtfläche von etwa 335 km², umfasst etwa zu gleichen Teilen die Eiszerfallslandschaft der Endmoränenzüge in den oberbayerischen Landkreisen Mühldorf und Rosenheim. Im Landkreis Mühldorf schließt es damit u.a.  die südwestlichen Gemeinden Maitenbeth, Rechtmehring, Haag i. OB, Kirchdorf, Reichertsheim, Gars a. Inn und Unterreit mit ein.

Projektträger sind die Landkreise Mühldorf und Rosenheim.

Die Schätze erhalten

Im Rahmen des Projektes setzt sich der Landschaftspflegeverband Mühldorf gemeinsam mit den Projektpartnern für die Pflege, den Erhalt und ggf. die Sanierung von Toteiskesseln, -seen und weiteren einzigartigen landschaftlichen Besonderheiten der Region ein.

Hierzu möchten wir gerne in freiwilliger Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern aus Land- und Forstwirtschaft sowie privaten Besitzern Pflegemaßnahmen durchführen.
Für folgende Pflegemaßnahmen stehen Naturschutzfördermittel bereit:

Wiedereinführung der Mahd durch die Landschaftspflegeverbände

Schaffung von Pufferstreifen

Entbuschungsmaßnahmen

Entschlammung und Neuanlage von Kleingewässern

Entfernung und Entsorgung von Müll

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