Streuobstwiesen prägen bereits seit Jahrhunderten unsere Kulturlandschaft im Landkreis Mühldorf. Nahezu jede Hofstätte war früher von kleinen Obst-Angern umgeben, in denen verstreut (daher der Name) die unterschiedlichsten Obstbaumarten alter, robuster Sorten wuchsen.
Um diesen ökologischen wie kulturellen „Schatz“ zu erhalten, fördern wir im Rahmen unseres Streuobstprojektes die Pflege und Pflanzung von hochstämmigen Streuobstbäumen.
Neupflanzungen von Streuobstbäumen

Über unser Projekt fördern wir die Neupflanzung traditioneller Obstbaumsorten.
Für die Förderung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- gepflanzt werden ausschließlich hochstämmige Obstbäume mit einer Stammhöhe von 1,80 m auf starkwüchsigen Unterlagen (Sämlingsunterlage)
- eine durchgehende Bewässerung innerhalb des ersten Standjahres ist sicherzustellen, sowie auch anschließend bei anhaltender Trockenheit und erhöhten Temperaturen
- innerhalb der ersten 5 Jahre ist ein Erziehungsschnitt durchzuführen
- die Pflanzungen müssen den Charakter einer Streuobstwiese widerspiegeln (Pflanzabstand mindestens 10 m)
- eine unterschriebene Einverständniserklärung der Grundstückseigentümer zur Zweckbindung über den Förderzeitraum
- eine Doppelförderung (z.B. KULAP Maßnahme I82) ist nicht möglich!
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Und die letzten Fördergelder
für die Pflanzsaison
Herbst 2027 nutzen.
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Pflege von Streuobstbeständen

Streuobstwiesen erhalten – Pflege mit Weitblick
Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Kulturlandschaften Mitteleuropas – ihr Erhalt steht und fällt mit konsequenter Pflege.
Im Rahmen unseres Projektes unterstützen wir bei der Pflege alter Hochstamm-Streuobstbäume durch eine finanzielle Förderung.
Die Pflege der Obstbäume erfolgt durch ausgebildete und anerkannte Obstbaumpfleger/Obstbaumwarte.
Junge Bäume brauchen in den ersten Jahren einen Pflanzschnitt zum Kronenaufbau, gefolgt von jährlichem Erziehungsschnitt bis zur stabilen Krone.
Bei Altbäumen steht der Erhaltungsschnitt im Vordergrund: totes und krankes Holz entfernen, wenn es für die Sicherungspflicht geboten ist,
ansonsten soll Totholz als wichtiger Lebensraum und Habitatstruktur erhalten bleiben. Grundsätzlich aber gilt: die Krone auflichten, ohne den Baum zu schwächen.
Ebenso wichtig ist die Wiesenpflege selbst – ein- bis zweischürige Mahd mit Abtransport des Schnittguts erhält die charakteristische Magerwiesen-Vegetation und verhindert Verbuschung.
Baumscheiben sollten frei von Konkurrenzbewuchs gehalten werden, auf Düngung und Pestizide verzichtet man bewusst.
Wer zusätzlich auf robuste, standortangepasste Sorten setzt, reduziert den Pflegeaufwand langfristig.
So bleibt die Streuobstwiese, was sie ist: Lebensraum für hunderte Arten und lebendiges Kulturerbe zugleich.
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